Was du abgibst und was bei dir bleibt
Einen Shop erstellen zu lassen heißt: Du gibst die technische Umsetzung und das individuelle Design an einen Dienstleister ab. Inhalte und Ziele lieferst du selbst. Diese Aufteilung klingt banal, sie entscheidet aber über Zeitplan und Budget.
Das übernehme ich als Entwickler typischerweise:
– Auswahl und Einrichtung des Shopsystems
– Design und Aufbau der Seiten, mobil optimiert
– Zahlungsarten wie PayPal, Kreditkarte oder Kauf auf Rechnung
– Versandregeln, Versandklassen und Anbindung an Versanddienstleister
– Schnittstellen, zum Beispiel zu JTL-Wawi
– DSGVO-Umsetzung: Cookie-Einwilligung, Einbindung externer Dienste, Datenschutzhinweise technisch sauber verankern
– Hosting, Updates, Backups und Monitoring nach dem Start
Das bleibt bei dir:
– Sortiment, Preise und Produktdaten
– Produktfotos und Texte, oder die Entscheidung, wer sie erstellt
– Rechtstexte wie AGB und Widerrufsbelehrung, die du von einem Anwalt oder einem Rechtstexte-Dienst beziehst
– Freigaben und Entscheidungen im Projekt
Je klarer diese Grenze im Angebot steht, desto weniger Überraschungen gibt es später.
Wann sich ein professioneller Shop lohnt
Ob sich ein eigener Shop rechnet, hängt laut Dr. Web von einem tragfähigen Geschäftsmodell, Sichtbarkeit und einem schlüssigen Angebot ab. Die Technik allein verkauft nichts. Sie sorgt aber dafür, dass Kunden, die bei dir landen, ohne Hürden bestellen können.
Aus meiner Erfahrung lohnt sich die professionelle Umsetzung vor allem, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft:
– Du hast mehr als eine Handvoll Produkte, vielleicht mit Varianten wie Größe oder Farbe.
– Du nutzt schon eine Warenwirtschaft oder willst Bestände, Bestellungen und Rechnungen nicht doppelt pflegen.
– Dein Shop soll zu deiner Marke passen und nicht wie ein Standard-Template aussehen.
– Du willst Prozesse automatisieren, etwa Bestellbestätigungen, Lagerabgleich oder die Übergabe an die Buchhaltung.
– Du hast keine Zeit für Technik, weil dein Tagesgeschäft im Betrieb oder in der Werkstatt läuft.
Gerade Handwerksbetriebe unterschätzen oft, wie viel Zeit Updates, Plugin-Konflikte und Zahlungsprobleme fressen. Ein sauber aufgesetzter Shop mit laufender Betreuung nimmt dir diese Arbeit ab.
WooCommerce oder Shopify: welches System passt zu dir?
Die Frage nach dem besten Shopsystem hat keine pauschale Antwort. Es gibt das System, das zu deinem Sortiment, deinen Abläufen und deinem Budget passt. Für Selbstständige und kleine Unternehmen setze ich vor allem WooCommerce und Shopify ein, bei Bedarf mit JTL-Wawi im Hintergrund.
- Kriterium – WooCommerce – Shopify
- Grundlage – Erweiterung für WordPress, Open Source – Gehostete Plattform (SaaS)
- Lizenz – Keine Lizenzgebühren – Monatliche Plangebühr
- Hosting – Eigenes Hosting nötig – Im Plan enthalten
- Anpassbarkeit – Sehr weitreichend – Innerhalb der Plattformregeln, erweiterbar über Apps
- Updates und Sicherheit – Liegen beim Betreiber oder Dienstleister – Übernimmt die Plattform, Apps und Theme bleiben deine Aufgabe
- Datenhoheit – Daten liegen auf deinem Server – Daten liegen beim Anbieter
- Stark bei – Bestehender WordPress-Website, individuellen Abläufen, JTL-Anbindung – Schnellem Start, wenig eigenem Technikaufwand
WooCommerce: flexibel und ohne Lizenzkosten
WooCommerce ist Open Source, kostet keine Lizenzgebühren und lässt sich weitreichend anpassen. Der Preis dafür: Sicherheit und Updates liegen beim Betreiber oder bei der betreuenden Agentur. Genau deshalb gehört bei WooCommerce eine feste Wartung zum Projekt. Wenn du schon eine WordPress-Website hast, ist der Shop oft die logische Erweiterung.
Shopify: schneller Start, monatliche Gebühr
Shopify nimmt dir Hosting und Systemupdates ab. Du zahlst dafür eine monatliche Plangebühr, dazu kommen Kosten für Apps und je nach Zahlungsanbieter Transaktionsgebühren. Prüf die aktuellen Pläne und Gebührenregeln vor der Entscheidung direkt bei Shopify, denn sie ändern sich regelmäßig.
JTL-Wawi: wenn die Warenwirtschaft den Takt vorgibt
Verkaufst du zusätzlich über Marktplätze oder verwaltest ein Lager, ist JTL-Wawi häufig das Herzstück. Dann geht es weniger um das Frontend als um eine stabile Verbindung zwischen Wawi und Shop: Artikel, Varianten, Bestände, Bestellungen. Welche Stolperstellen dabei typisch sind, beschreibe ich ausführlich im Beitrag JTL-Wawi mit WooCommerce verbinden. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Projekt Auspuffanlagen24 mit JTL-Pipeline.
Was kostet es, einen Onlineshop erstellen zu lassen?
Eine seriöse Zahl gibt es erst nach dem Erstgespräch, weil der Aufwand stark vom Umfang abhängt. Du kannst die Kosten aber gut einschätzen, wenn du sie in Bausteine zerlegst.
Einmalige Kosten
– Baustein – Was den Aufwand treibt
– Konzept und Systemwahl – Anzahl der Produktarten, Sonderfälle, bestehende Systeme
– Design und Seitenaufbau – Individuelles Design oder angepasstes Theme, Anzahl der Seitentypen
– Produktdaten – Import aus Wawi oder Tabelle, Varianten, Pflege von Hand
– Zahlung und Versand – Anzahl der Zahlarten, Versandregeln, Auslandsversand
– Schnittstellen – JTL-Wawi, Buchhaltung, Versandlabel, Automatisierungen
– Rechtliche Umsetzung – Preisangaben, Checkout, Cookie-Einwilligung, Barrierefreiheit
– Tests und Livegang – Testbestellungen, Zahlungs-Tests, Weiterleitungen
Der größte Kostentreiber ist fast nie das Design, sondern die Produktdaten und die Schnittstellen. Ein Shop mit 30 einfachen Artikeln ist ein anderes Projekt als einer mit 2.000 Variantenartikeln, die täglich mit der Warenwirtschaft abgeglichen werden.
Laufende Kosten
Nach dem Start fallen regelmäßig Kosten an, die du von Anfang an einplanen solltest:
– Hosting bei WooCommerce oder Plangebühr bei Shopify
– Plugins oder Apps mit Jahres- oder Monatslizenz
– Zahlungsgebühren pro Transaktion beim Zahlungsanbieter
– Wartung: Updates, Backups, Sicherheits-Monitoring, bei selbst gehosteten Systemen unverzichtbar
– Weiterentwicklung: neue Funktionen, Aktionen, Anpassungen
– Rechtstexte-Service, damit AGB und Widerrufsbelehrung aktuell bleiben
Mein Tipp: Vergleiche Angebote nie nur über den Projektpreis. Ein günstiger Shop ohne Wartung kann über zwei Jahre teurer werden als ein solide betreuter.
So läuft das Projekt ab
Jedes Projekt ist anders, der Ablauf folgt aber einem bewährten Muster. So arbeite ich in der Regel:
- Erstgespräch: Wir klären Sortiment, Zielgruppe, bestehende Systeme und Budget. Danach weißt du, welches System ich empfehle und warum.
- Konzept und Angebot: Ich halte fest, welche Seiten, Funktionen, Zahlarten und Schnittstellen der Shop braucht. Daraus entsteht ein schriftliches Angebot mit klarem Leistungsumfang.
- Aufbau auf einer Testumgebung: Der Shop entsteht auf einer Testadresse, nicht live. Du siehst Zwischenstände und gibst Feedback.
- Produktdaten und Inhalte: Artikel werden importiert oder angelegt, Texte und Bilder eingebunden. Diese Phase hängt am stärksten von deiner Zuarbeit ab.
- Tests: Testbestellungen mit allen Zahlarten, Versandberechnung, E-Mails, Darstellung auf dem Smartphone, Schnittstellen.
- Livegang und Übergabe: Der Shop geht online, du bekommst eine Einweisung in die Pflege von Produkten und Bestellungen.
- Betreuung: Updates, Backups, Monitoring und kleine Anpassungen laufen weiter, damit der Shop sicher und stabil bleibt.
Was du vor dem ersten Gespräch vorbereiten solltest
Je besser du vorbereitet bist, desto genauer wird das Angebot. Diese Fragen helfen dir:
– Wie viele Produkte willst du zum Start anbieten, und wie viele kommen im ersten Jahr dazu?
– Gibt es Varianten wie Größe, Farbe oder Material?
– Wo liegen deine Produktdaten heute: in einer Tabelle, in JTL-Wawi, nur im Kopf?
– Welche Zahlarten erwarten deine Kunden?
– Verschickst du nur in Deutschland oder auch ins Ausland? Gibt es Sperrgut oder Abholung?
– Hast du Logo, Farben und gute Produktfotos?
– Welche Abläufe nerven dich heute, etwa Rechnungen schreiben oder Bestände abgleichen?
– Wer pflegt den Shop später im Alltag?
Du musst nicht alles beantworten können. Offene Punkte klären wir gemeinsam im Erstgespräch.
Rechtliche Pflichten für Onlineshops in Deutschland
Ein Shop in Deutschland muss mehr leisten als ein schöner Warenkorb. Die IHK Düsseldorf nennt unter anderem diese Anforderungen:
– Anbieterkennzeichnung: ein leicht auffindbares Impressum
– Preisangaben: Gesamtpreise einschließlich Steuern, dazu klare Angaben zu Versandkosten, nach den Vorgaben der Preisangabenverordnung
– Widerrufsrecht: Verbraucher haben ein 14-tägiges Widerrufsrecht, über das du korrekt informieren musst
– Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 müssen Unternehmen grundsätzlich digitale Barrierefreiheit sicherstellen
Technisch setze ich diese Punkte im Shop um: Preisanzeige mit Steuer- und Versandhinweis, ein sauber aufgebauter Checkout, Cookie-Einwilligung nach DSGVO und eine gut bedienbare Struktur mit Kontrasten, Alternativtexten und Tastaturbedienung. Die Rechtstexte selbst und die Frage, welche Pflichten genau für deinen Betrieb gelten, klärst du mit einem Fachanwalt für IT-Recht oder deiner IHK. Das gilt besonders bei der Barrierefreiheit, weil es dort Ausnahmen je nach Unternehmensgröße geben kann.
Woran du ein vollständiges Angebot erkennst
Angebote für Shop-Projekte sehen oft ähnlich aus und unterscheiden sich erst im Kleingedruckten. Achte auf diese Punkte:
– Klarer Leistungsumfang: Welche Seiten, Funktionen, Zahlarten und Versandregeln sind enthalten?
– Produktdaten: Ist der Import enthalten, und für wie viele Artikel?
– Schnittstellen: Werden JTL-Wawi, Buchhaltung oder Versandtools ausdrücklich genannt?
– DSGVO und Barrierefreiheit: Steht drin, wie sie technisch umgesetzt werden?
– Testphase: Gibt es eine Testumgebung und Testbestellungen vor dem Livegang?
– Einweisung: Lernst du, Produkte und Bestellungen selbst zu pflegen?
– Laufende Kosten: Sind Hosting, Lizenzen und Wartung transparent aufgeführt?
– Eigentum: Gehören Domain, Inhalte und Zugänge dir?
– Ansprechpartner: Weißt du, wer nach dem Start erreichbar ist, wenn etwas klemmt?
Fehlt einer dieser Punkte, frag nach. Ein seriöser Dienstleister beantwortet das gern schriftlich.
Meine Sicht als Entwickler
Ich betreue seit über 11 Jahren Websites und Shops, inzwischen mehr als 120. Dabei sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Shops scheitern selten am Design, sondern an dem, was nach dem Livegang passiert. Ein Plugin-Update bricht die Zahlung, der Lagerbestand stimmt nicht mit der Wawi überein, oder niemand fühlt sich für die Sicherheit zuständig.
Deshalb denke ich einen Shop immer als Ganzes: Design, Technik, Schnittstellen und Betreuung aus einer Hand. Wenn derselbe Mensch den Shop baut, der ihn später wartet, gibt es keine Ausreden und keine Übergabeverluste. Du hast einen Ansprechpartner, der dein System kennt.
Mein zweiter Punkt ist Automatisierung. Viele kleine Händler tippen Bestellungen von Hand ab oder gleichen Bestände per Tabelle ab. Mit einer sauberen JTL-Anbindung oder Workflows in n8n, Make oder Zapier lässt sich vieles davon automatisieren. Diese gewonnene Zeit ist für Selbstständige oft wertvoller als jede Designentscheidung.
Und drittens: DSGVO-Konformität ist für mich kein Zusatzmodul, sondern Teil der Grundausstattung. Ein Shop, der deutsche Kunden bedient, muss von Anfang an sauber aufgesetzt sein.
Nick Vogel
Deinen Onlineshop mit mir umsetzen
Ich entwickle Onlineshops für Selbstständige, kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe, mit WooCommerce oder Shopify, auf Wunsch mit JTL-Wawi-Anbindung, Payment und Versand. Von Buxtehude aus arbeite ich für Kunden in Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Berlin und Brandenburg. Alle Details findest du auf meiner Seite Onlineshop erstellen lassen.
Wie das konkret aussehen kann, zeigen Projekte wie der WooCommerce-Shop mit Payment-Integration für LC171 oder HamburgWheelieKidz mit WooCommerce, JTL und Flutter-App. Nach dem Start kümmere ich mich mit WordPress-Wartung und Hosting um Updates, Sicherheit und Backups. Und wenn du Abläufe rund um den Shop vereinfachen willst, hilft dir meine IT-Beratung und Automatisierung. Damit der fertige Shop auch Besucher bekommt, lohnt sich ein Blick auf meinen Beitrag zum Thema Kunden über die eigene Website gewinnen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, einen Onlineshop erstellen zu lassen?
Das hängt vor allem von der Produktanzahl, den Schnittstellen und deiner Zuarbeit ab. Ein kleiner Shop mit wenigen Artikeln ist deutlich schneller fertig als ein Shop mit Wawi-Anbindung und vielen Varianten. Den größten Einfluss auf den Zeitplan haben erfahrungsgemäß die Produktdaten. Einen realistischen Zeitplan bekommst du nach dem Erstgespräch.
Welches Shopsystem ist das beste?
Es gibt kein bestes System für alle. WooCommerce passt gut, wenn du maximale Flexibilität, keine Lizenzgebühren und eine Anbindung an WordPress oder JTL-Wawi willst. Shopify passt, wenn du schnell starten und dich möglichst wenig um Hosting kümmern willst.
Warum kauft niemand in meinem Onlineshop?
Häufige Ursachen sind fehlende Sichtbarkeit, ein umständlicher Checkout, fehlende Zahlarten oder unklare Versandkosten. Auch langsame Ladezeiten und eine schlechte Darstellung auf dem Smartphone kosten Bestellungen. Eine technische Analyse zeigt schnell, wo Kunden abspringen.
Kann ich den Shop später selbst pflegen?
Ja. Nach dem Livegang bekommst du eine Einweisung, damit du Produkte, Preise und Bestellungen selbst verwalten kannst. Technische Aufgaben wie Updates, Backups und Sicherheit kann ich im Rahmen der Wartung weiter übernehmen.
Dazu passt die Leistung Onlineshop erstellen: WooCommerce- und Shopify-Shops mit JTL-Wawi-Anbindung, Payment und Versand.
