Vorbereitung: Was du vor dem ersten Haken brauchst
Eine Wartung ohne Sicherheitsnetz ist riskant. Lege deshalb vorab fest, wo deine Seite gesichert wird, wer Zugang hat und wie du im Notfall zurückspringst.
Ideal ist eine Testkopie der Seite, auf der du Updates vorab ausprobierst. Das geht nicht immer, dann gilt umso mehr: erst Backup, dann Update.
Die monatliche Checkliste
Arbeite die Punkte in dieser Reihenfolge ab. Sie baut aufeinander auf.
1. Backup prüfen und Wiederherstellung testen
Prüfe zuerst, ob die automatischen Backups laufen und aktuell sind. Das Backup umfasst Dateien und Datenbank.
Teste regelmäßig eine Wiederherstellung auf einer Kopie. Nur dann weißt du, dass du im Ernstfall wirklich zurück kannst.
2. WordPress-Kern aktualisieren
Spiele Updates des WordPress-Kerns zeitnah ein, vor allem Sicherheitsupdates. Lies bei größeren Versionssprüngen vorher die Hinweise des Projekts, denn sie können Themes und Plugins betreffen.
3. Plugins aktualisieren
Aktualisiere Plugins einzeln oder in kleinen Gruppen. Passiert danach etwas Unerwartetes, kannst du die Ursache eingrenzen.
Entferne Plugins, die du nicht mehr brauchst. Jedes Plugin ist zusätzliche Angriffsfläche und zusätzlicher Wartungsaufwand.
4. Theme aktualisieren
Bei einem Standardtheme reicht das Update. Hast du ein angepasstes Theme, gehören Änderungen in ein Child-Theme oder in dein eigenes Theme, damit Updates sie nicht überschreiben.
5. Funktionen testen
Nach den Updates prüfst du, ob alles läuft: Startseite, wichtige Unterseiten, Suchfunktion, Menüs und vor allem Formulare. Schicke eine Testanfrage über das Kontaktformular und prüfe, ob sie ankommt.
Bei WooCommerce gehört eine Testbestellung dazu: Produkt in den Warenkorb, Checkout, Zahlung, Bestätigungsmail.
6. Sicherheit prüfen
Kontrolliere Benutzerkonten: Wer hat Administratorrechte, wer ist nicht mehr dabei? Entferne alte Konten und nutze starke, einzigartige Passwörter. Eine zweite Anmeldestufe erhöht den Schutz zusätzlich.
Prüfe außerdem, ob unbekannte Dateien oder Benutzer aufgetaucht sind und ob die Seite ein gültiges HTTPS-Zertifikat hat.
7. Performance kontrollieren
Miss die Ladezeit wichtiger Seiten auf Handy und Desktop. Auffällige Verschlechterungen haben oft Gründe: neue große Bilder, ein zusätzliches Plugin oder eine volle Datenbank.
Räume die Mediathek auf, entferne unnötige Revisionen und prüfe, ob Caching wie vorgesehen arbeitet.
8. Rechtstexte und DSGVO prüfen
Stimmen Impressum und Datenschutzerklärung noch mit dem Stand deiner Seite überein? Neue Plugins, Einbettungen oder Formulare können neue Datenflüsse bedeuten.
Prüfe, ob Schriften, Karten oder Videos von Drittanbietern geladen werden, und ob dafür eine Rechtsgrundlage besteht. Die rechtliche Bewertung gehört zu einem Anwalt oder einem Rechtstext-Generator.
9. Logs und Überwachung auswerten
Sieh dir die Fehlerprotokolle des Servers und von WordPress an. Wiederkehrende Fehler sind Hinweise auf kaputte Plugins oder Konfigurationsprobleme.
Kontrolliere, ob dein Monitoring Ausfälle gemeldet hat, und lies auch die Liste der häufigsten „Seite nicht gefunden“-Aufrufe. Sie zeigt tote Links.
10. Lizenzen, Domain und Zertifikate
Läuft eine Plugin- oder Theme-Lizenz bald aus? Verfällt die Domain oder das SSL-Zertifikat? Trage Ablauftermine in den Kalender, damit nichts mitten im Betrieb ausläuft.
Wie oft ist „monatlich“ genug?
Für eine ruhige Firmenwebsite ist ein fester Monatsrhythmus ein sinnvoller Rahmen. Sicherheitsupdates solltest du nicht bis zum nächsten Monatstermin liegen lassen, sondern zeitnah einspielen.
Bei Shops und Seiten mit viel Verkehr lohnt eine engere Taktung. Hier prüfst du Backups und Bestellungen häufiger.
Typische Fehler bei der Wartung
Diese Fehler passieren in der Praxis am häufigsten:
- Updates ohne Backup einspielen.
- Backups nie testen und im Ernstfall feststellen, dass sie unvollständig sind.
- Alle Plugins gleichzeitig aktualisieren und bei einem Fehler nicht mehr wissen, welches die Ursache ist.
- Alte Plugins und Themes installiert lassen, obwohl sie nicht mehr gebraucht werden.
- Formulare nicht testen und Anfragen wochenlang verlieren.
- Ablaufdaten von Domain, Zertifikat oder Lizenzen übersehen.
Wartungsprotokoll: Was du festhalten solltest
Ein kurzes Protokoll spart dir später viel Suche. Notiere für jeden Wartungstermin das Datum, welche Updates du eingespielt hast, was du getestet hast und was dir aufgefallen ist.
Passiert nach einem Update etwas Seltsames, siehst du sofort, was sich geändert hat. Das Protokoll hilft außerdem, wenn jemand anderes die Wartung übernimmt, denn diese Person kennt dann den Stand der Seite und ihre bekannten Eigenheiten.
Halte dazu fest, welche Zugänge es gibt, wo Backups liegen und wer im Notfall angerufen wird. Diese Angaben gehören an einen Ort, auf den du auch dann zugreifen kannst, wenn die Seite ausfällt.
Wenn du die Wartung abgeben willst
Wartung kostet Zeit und Aufmerksamkeit, die in vielen Betrieben fehlt. Dann ist es sinnvoll, sie abzugeben, am besten an jemanden, der Server und WordPress zugleich versteht.
Genau das biete ich an: Hosting über einen Partner-Hoster und die Betreuung deiner Seite aus einer Hand. Was dabei enthalten ist und wie der Einstieg läuft, steht unter WordPress-Wartung und Hosting.
Dazu passt die Leistung WordPress-Wartung & Hosting: Updates, Backups, Monitoring, Sicherheit und DSGVO für WordPress und WooCommerce.